Vortrag und Podiumsdiskussion im Landtag Schleswig-Holstein am 21.11.18

An der bildungspolitischen Veranstaltung der FDP-Fraktion nahmen Teil:

  • Bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion (i.V.)
  • Dr. Bode, Institut für Weltwirtschaft Kiel
  • Dr. Mohr, Vorstand RBZ Verband SH
  • M. Lorentzen, IHK Flensburg

Nach der Begrüßung und einem Impulsvortrag durch Herrn Dr. Bode ging die Veranstaltung in eine Podiumsdiskussion über. Am Schluss der Veranstaltung gab es noch – für interessierte Gäste – die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Der Impulsvortrag beinhaltete die Notwendigkeit von der Ausrichtung auf Schlüsselkompetenzen in der beruflichen Bildung. Unter Schlüsselkompetenzen werden u.a. kritisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und Flexibilität verstanden. Durch die voranschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Lebenswelten sind gesellschaftliche Veränderungen erlebbar. Basisinnovationen der Digitalisierung haben veränderte Arbeitsinhalte zur Folge. Das Entstehen neuer Berufsbilder erfordert ein „Umdenk-Prozess“ in der beruflichen Bildung. Eine zunehmende Bedeutung bekommen die „nicht-kognitiven Fähigkeiten“, wie die Motivation (Handlungsbereitschaft), Volition (Willenskraft) oder die Kreativität (Innovationsfähigkeit). Digitalisierung wird trotz aller Ängste – wie den Verlust von Arbeitsplätzen durch den Wegfall von gesellschaftlich relevanten Berufsbildern (KraftfahrerInnen, VerkäuferInnen) – als Chance wahrgenommen. Die Hoffnung auf einen höheren gesellschaftlichen Wohlstand durch verbesserte Arbeitsbedingungen und innovative Technologien bei gesteigerter Produktivität klingt bei den Diskutierenden durch. Gefordert werden eine bessere finanzielle Ausstattung der Schulen – nicht allein durch Investitionen in Hardware – vor allem in die Bereiche der menschlichen Ressourcen. Didaktische Konzepte am Beispiel Dänemarks wurden diskutiert. Lehrende brauchen Raum- und Zeitressourcen, um Digitalisierung in der beruflichen Bildung zu entwickeln und zu etablieren.

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